Die Wölfe im Wallis

  • 3.6.2016: 51 Tiere gerissen in 35 Tagen, auf engstem Raum.
  • 28.8.2016: Bereits wurden 85 Tiere gerissen, bald kommen die Tiere von der Alm.
  • 12.9.2016: Die Schafe sind zurück

Wallis_Wolf_Und_Schaf

Ach wie hübsch die Bilder vom Wolf daher kommen, wie einfach es doch ist, in Basel, Zürich oder Bern sitzend, darüber zu reden, dass die Wölfe doch im „Wallis“ genügend platz haben.

Doch bereits hier ist etwas falsch, diejenigen die nichts damit zu tun haben, sprechen von „wir Schweizer“ und in „unserer Schweiz“ hat es doch platz für Wölfe und auch Bären. Und die meisten dieser Menschen kommen dann mit der uralten und überholten Meinung, die Wölfe tun unserem Lande doch nur gutes, reissen nur kranke oder alte Tiere. Was für ein „blödsinn“.

Wölfe reissen was ihnen in den Weg kommt. Da nutzen weder höher Elektrozäune noch Herdenschutzhunde (die nicht ausgebildet) ihre Tierchen beschützen sollten. Reisst ein Wolf ein Tier, klickt etwas in seinem Hirn um und er wird die Tiere reissen, die auf 3 nicht auf einem Baum sitzen oder eben fliehen können. Ist so, war so und wird so bleiben.

Ashampoo_Snap_2016.06.04_07h28m42s_042_

Esel haben anscheinend bei den Wölfen einen Respekt verdient, den es wird immer wieder berichtet, das Herden die von Esel beschützt werden, keine Risse zu verzeichnen hätten. Genaueres wird aber auch hier, mit differenzierten Artikeln, so oder so ausgelegt.

Unsere Ziegen und Schafe haben verlernt sich zu wehren, oder taten dies gar nie. Es gibt im Internet so viele Geschichten von Wölfen, Ziegen, Schafe die uns diese Tiere in den diversesten Facetten präsentieren.

Und spricht man mit den älteren Menschen in den Dörfern, erfährt man gleich nochmals 100 Geschichten über den bösen oder auch lieben Wolf.

Fakt ist aber, dass alleine zwischen dem 1.Mai und dem 3. Juni 2016 in einem relativ kleinen Gebiet oberhalb Visp – Raron 51 Tiere gerissen wurden. 2 oder 3 Wölfe sollen dieses bewerkstelligt haben. F14 und M59 sind wohl ein Paar geworden, verweilen in den letzten Tagen rund um die kleine Gemeinde Unterbäch.

WolfWallis3_6_16

Ashampoo_Snap_2016.06.05_07h42m34s_002_ (1)

Gerissen heisst nicht immer getötet, da liegen Schafe mit abgerissenen Beinen, angebissen am Hals oder Gesäss, halbtot und mit grossem Leiden. Mit diesen Tieren hat dann weder ein ProWolf Komitee  oder die Sesselfurzer (wie sie hier genant werden) aus Bern, mitleid. Sind ja nur Schafe und Ziegen. Solche Bilder will ich hier dem Leser aber ersparen.

Ashampoo_Snap_2016.04.26_05h25m01s_011_

Ist doch alles Natur!!! Nein liebe Leser, die Natur kennt keine eingezäunten Kleinherden, in der Natur hat der Wolf noch „angst“ vor Siedlungen die von Menschen bewohnt sind. Tipps wie höhere Zäune, nehmt die Tiere nachts doch rein oder stellt die neuen Elektrozäune auf, die mehr kosten als die ganze Herde wert ist, sind ebenso „dämlich“ wie das Geschwafel der Politiker aus den jeweiligen Lager.

Und die ganz oberschlauen die dann mit „ist ja alles subventioniert“ kommen, sollten eigentlich gar nicht zu diesem Thema sprechen dürfen. Es geht hier nicht um Geld, es geht um Lebewesen, die einen wollen den Wolf schützen, die anderen ihre eigenen Tiere. Einsehen müssen wir, beides geht nicht.

Um sich einen eigene Meinung zu bilden, sollten die Leser sich hierher bemühen. Die gerissenen Tiere betrachten, feststellen mit welchem Herzblut hier im Wallis Ziegen und Schafe gezüchtet werden. Welchen Wert diese Tier haben, damit die Fauna und Flora in einem der schönsten Gebiete der Schweiz überhaupt funktioniert. Und dann betrachtet die Wiesen und Gebiete die durch die Schafe und Ziegen „bewirtschaftet“ werden. Welche Arbeit dahinter steckt, diese Gebiete einzuzäunen, im Wissen, es nutz ja eh nichts.

Dann nehmt Euch Zeit die ProWolf Argumente anzuhören. Eventuell geht es Ihnen dann wie mir, ausser dem Jööö Effekt, und den aufgelegten „Bildchen“, werden Sie nichts erfahren, was es rechtfertigt den Wolf wieder in der Schweiz anzusiedeln. Die Argumente widersprechen sich.

Ashampoo_Snap_2016.06.04_07h28m03s_041_

Wer aber die Meinung vertritt dass der Wolf oder auch der Bär wieder in die Schweiz gehört, der soll auch hin stehen und hier dennoch von Geld und Hilfe sprechen. Dann muss den Menschen/Gemeinden in den betroffenen Gebieten geholfen werden. Nicht mit Geschwafel, nein mit Taten und Lösungen.

Gerade die Städter die jeder Maus oder Spinne mit Gift nachstellen, jede Fliege zertreten, in ihren Blumenkästen jeder Laus den Garaus machen, den Schnecken nur mit Gift nachstellen, und so Vögel und Igel etc. gefährden, sollten, bevor sie über solche Dinge reden, sich einfach mal Gedanken machen, wie ein Bauer reagieren soll, wenn ihm 3,5 oder 12 Tiere innerhalb weniger Tage gerissen werden.  Wie würden Sie reagieren wenn ihr liebes Hündchen oder Büsi, angefressen und halb Tod im Vorgarten liegt und ihnen die Nachbarn zurufen, selber schuld mach doch höhere Zäune …..?

Aktualisierte Karte von uns 2.9.2016

augstbord_wolf_30_8_16

(C) Bild-Übersichtskarte – GoogleMaps alle anderen by beluga59.org

Informativ:

4-6-2016 Wallis gibt Wolf zum Abschuss frei >>>

2.6.2016 Gerissene Ziegen >>>

  • Preise für Lämmer und Schafe pro Kilo (T3) >>>
    Das im Wallis beheimatete Schwarznasenschaf >>>
    Die Gemeinschaft Oberwalliser Schwarznasenschafe  >>>
    Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere >>>
  • Leitfaden des Kanton Wallis zu „Schafe und Wolf“ >>>
  • ProWolf >>>

 


Schon lange her

NZZ berichtet 2010 : >>>

Entschädigt werden Schäden durch Wölfe gemeinsam vom Bund und den Kantonen. Der Bund engagiert sich aber auch für den Schutz der Herden. Er gibt dafür im laufenden Jahr 830’000 Franken aus. So unterstützt das Bafu den Kauf eines Schutzhundes mit 500 Franken, für den Unterhalt des Tieres gibt es jährlich 1000 Franken.

Weiter „News“ aus der NZZ >>>

Dieser Beitrag wurde unter Wallis, Wolf in der Schweiz abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.